Überführung mit Hindernissen

Am Tag als ich das E-Moped abholen will, ist es nochmal etwas frischer. 4 Grad. Hm. Nicht gut. Die nutzbare Akkukapazität wird dadurch verringert. Aber egal. Probieren. Es gibt ja einen Plan B. Ich fahre nach Ottobrunn - und muss feststellen, die Maschine ist nur zu 80% geladen. Mist. Also vermutlich in 2 Etappen überführen. Schade.

Nun gut. Ich fahre los. Maximal 40 km/h.  Über kleine Landstraßen, im Scheckentempo. Wie sagt man unter EV-Fahrern? Speed kills range. Nachdem ich die Hälfte der Strecke gefahren bin stelle ich fest, es reicht nicht um ganz nach Hause zu kommen. Also in Grafing aufladen (4h) und dann weiterfahren. Die Ladesäule verlangt eine RFID Karte zur Freischaltung, die ich nicht habe, im Geschäft aber ausgeliehen kann. Ich beschließe das Moped beim Bahnhof zu parken und am nächsten Tag, einen Montag, an der Ladesäule vom Rewe anzuschließen. 

 

Tja, so mache ich das und fahre sie am nächsten Tag nach der Arbeit heim. Ich arbeite übrigens hier.  Zuhause angekommen schaut sich unser jüngster Sohn, der eine 125er fährt, das Moped ganz interessiert an. Er dürfte es fahren, es braucht nur einen A1 Schein. Aber der Akku ist weitgehend leer. Ich vertröste ihn auf den nächsten Tag.