Denkfehler

Ab und zu habe ich mit der Elli beim Fahren Aussetzer im Vortrieb, die ich durch Neuaufstecken der Stecker am Gaspedalschalter wieder in den Griff bekomme. Seltsamerweise habe ich oft auch Aussetzer, wenn ich die Hupe betätige. Manchmal geht die Hupe auch gar nicht (nicht gut für den Tüv). Deshalb frage ich im Elweb-Forum nach möglichen Ursachen. "Massefehler" höre ich. Es gibt einen Massepunkt unterm Sitz, an dem alle Massekabel zusammenlaufen. Den auseinanderschrauben mit Schleifpapier säubern und gefettet wieder zusammensetzen. Aufgrund meiner negativen Erfahrungen was das Batterieanschließen angeht frage ich nochmal, ob ich mit Funkenbildung rechnen muss, aber nachdem da nix kommt, und "nur" recht viele dünne Kabel zusammenlaufen gehe ich davon aus, es ist ein 12V Massepunkt. Falsch gedacht (gehofft). Beim Auseinanderschrauben funkt's dann doch. Und das Batteriemanagementsystem piept wütend durch die Gegend. Im Nachhinein auch klar. Es gibt einen Massepunkt, der direkt mit dem Minus des Akkupacks verbunden ist, die verschiedenen Spannungen (12V, 48V) bilden das Potenzial gegenüber dieser gemeinsamen Masse. Wieder was gelernt.
Ich säubere also den Anschluss, fette ihn ein und das Problem ist (zunächst) weg, die Elli fährt ohne Aussetzer. Aber nur bis ca. 42 km/h. Die Beschleunigung ist ganz normal. Der Strom geht beim Anfahren hoch bis 130A, wie immer. Aber ab ca. 35-40 km/h lässt die Antriebslust nach, sie läuft einfach nicht schneller. Nach einigem erfolglosen Suchen dann: Die Strombegrenzungsplatine ist der Übeltäter. Ohne diese fährt das CityEl wieder wie eh und je, ich muss nur aufpassen, dass ich nicht zuviel Strom ziehe. Wieviel mehr Strom die Elli in verschiedenen Situationen zieht, muss ich mal beobachten. Aber zumindest muss sie nicht in die Werkstatt, ich hoffe ich kann eine neue Platine irgendwo auftreiben. 

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