Ladebox-Selbstbau-Workshop und Eruda

Letzten Freitag fand am Vorabend der E-Fahrzeug Rallye Eruda ein Workshop zum Bau einer Ladebox statt. Die Gruppe war recht klein, 4 Leute an an 3 Ladeboxen plus zwei, die uns angeleitet haben. Mein erster Blick auf den Bauplan und ich dachte "Mei, ganz schön knifflig". Aber zunächst begann alles mit der Erklärung der Einzelkomponenten. Ladesteuerung, FI-Schalter, Sicherung, Schütz, Typ2-Kabel usw. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann auch schon los. Zunächst war Mechanik angesagt. Sägen, Feilen, Bohren. Löcher für die Kabel, Schalter und Anbauteile. Einen kompletten WLAN Router wollen wir einbauen, aufgrund der Platzverhältnisse müssen wir den aber an den Enden absägen damit er passt. Nach 3.5 h verlege ich die ersten Kabel. Zunächst noch zögerlich, dann geht es immer besser. 

Irgendwann, so gegen halb 10 Uhr, sind die Boxen fertig. Eine erste Prüfung durch den Workshop-Leiter. Verkabelung passt. Dann vor der Halle ein erster Test unter Strom mit einer Test-Box, die die Kommunikation des Fahrzeugs simuliert. Rote LED. "Error". Mist. Nochmal rein, alles durchmessen. Ein Schalter macht zicken. Auslöten. Messen. Alles i. O. Seltsam. Also nochmal eingelötet. Neue Messung. Alles ok. Deckel drauf. Test am "Simulator". Error. Dieses Spiel machen wir noch einmal. Das Ergebnis bleibt das gleiche. Nachdem es schon fast halb 11 ist, gebe ich auf und nehme mir vor, den Schalter zuhause zu wechseln. 

 

Am nächsten Tag nehme ich an der Eruda teil, eine Rallye für Elektrofahrzeuge. Wir starten von Fürstenfeldbruck nach Landsberg von dort geht es über Weilheim nach Garmisch und wieder zurück nach Fürstenfeldbruck. In Landsberg und Garmisch gibt es einen Zwischenstop und Gelegenheit zum Nachladen und Gespräche mit Interessierten. Alles in Allem gefällt mir die durchgetaktete Organisation nicht so sehr und ich beschließe, am 2. Tag nicht mehr teilzunehmen. Solche organisierten Touren sind scheinbar nicht meint Ding.

 

Am darauffolgenden Wochenende nehme ich mir meine Ladebox nochmal vor. Messe den verdächtigen Schalter durch. Alles gut. Mache einen erneuten Test. Immer noch gut. Deckel drauf. "Error". Mist. Irgendwann entdecke ich einen Kabelbruch an einer Lötstelle in den Steuersignalen an einem anderen Schalter, der durch die Bewegung einen Wackelkontakt erzeugt. Also Lötkolben raus und los. Eine Brandblase weiter ist alles ok. Die Ladebox tut. Auch mit montiertem Deckel. Durch den eingebauten WLAN-Router kann ich die Ladesteuerung per Webbrowser konfigurieren. Nicht nur per Hardware-Schalter auf 13/20/32 Ampere, sondern auch Stufen darunter. Ausgeklügelt. Gefällt mir. Die Ladesteuerung ist von Phoenix Contact, einem Kunden meines Arbeitgebers, mit denen wir auch ein interessantes Projekt gestemmt haben. Schön ein Gerät von denen zu haben.

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