Frankreich mit ENR3, Ardeche & Jazz a Vienne

Am 5. Juli, einem Donnerstag, war es endlich so weit. Die Frankreich Tour konnte beginnen. Morgens bin ich noch im Büro gewesen, einen letzten Termin wahrzunehmen und dann am frühen Nachmittag ging's los. In Schwaben hat mich dann zunächst das schlechte Wetter erwischt, aber nach 2-3 h hatte ich das dann hinter mir. Die erste Teilstrecke bis Nancy bin ich alleine gefahren. Habe kleine französische Nebenstraßen befahren, eine davon wechselte immer wieder die Seite eines kleinen Kanals, nett. In Hagenau war die Ladesäule in der Stadtmitte für mich nutzbar weil frei - dank Typ 3, das hat heute wohl kaum einer mehr. In Nancy habe ich dann 2 weitere Zero-Fahrer aus München getroffen und wir sind gemeinsam zum Electric Night Ride in Paris weitergefahren. 

An einem Tag von Nancy nach Paris hätte eigentlich entspannt laufen können, aber mit 3 Mopeds und den typischen 2 Ladesäulen waren wir mit unserem Equipment nicht optimal abgestimmt. Mit den insgesamt 6 Phasen hätten wir bei richtiger Aufteilung alle simultan laden können. Dazu kam, dass einige Ladesäulen nicht wollten, sie sind einfach ausgestiegen. Aber schlussendlich sind wir doch in Paris angekommen. Spät, aber glücklich. Ein Abendessen in einem Cafe und dann ins Bett, 2-3 h Schlaf nehmen.

 

 

Am nächsten Morgen war Aufstehen um kurz vor 4 angesagt, weil das Treffen um 5 Uhr sein sollte. Gemeinsam durch die leere, noch schlafende Stadt Paris. Elektrisch und leise. Es war schön einige der Leute von letztem Jahr wiederzusehen und natürlich neue E-Biker kennenzulernen. Nach ein bisschen beschnuppern und dem obligatorischen Foto an der Sacre Coer sind wir dann los. Neben Zeros waren einige Energicas dabei (die wg. der Kette keine schöne Soundkulisse haben), eine Brammo und einige Johammers. Und dann erstaunlich viele Scooter. In Paris sind die scheinbar schon viel verbreiteter, weil man mit dem Auto eh nicht durchkommt. Dazu kamen noch einige Pedelecs, zwei elektrische Longboards und ein Monowheel. 

Wir sind dann durch die Stadt gefahren, haben verschiedene Sehenswürdigkeiten mitgenommen und uns dann am Ende beim Cafe Kleber beim Eiffelturm nach einem französischen Frühstück wieder getrennt. Ich bin dann nach Versailles und in den Süden, Richtung Cevennen und Ardeche aufgebrochen.

Am nächsten Morgen wieder früh los, die innere Uhr hat mich einfach im Griff, dann wieder kleinste Straßen Richtung Süden, oft so klein, dass noch nicht mal ein Mittelstrich da war. Witziger Zufall: Irgendwann auf meinem Weg sehe ich einen Wegweise "Centre de France", da bin ich tatsächlich einfach so vorbeigekommen. 

Die Cevennen und die Nebenstrecken im weiteren Umfeld der Ardeche waren echt ein Highlight. Da begenet einem manchmal eine halbe Stunde kein Auto. Herrliche Straßen, klein, kurvig. Tolle Landschaft. Von der ursprünglichen Route bin ich etwas abgewichen, weil ich noch die Pont du diable in Thueyts mitnehmen wollte. Die ist echt einen Besuch wert. Und eigentlich ist es ja egal, welche schönen Straßen ich entlangfräse :-). Schließlich bin ich dann in Vienne angekommen, um die Band Magma auf dem dort stattfindenden Jazzfestival zu erleben. Nur ein Wort: Genial. Ich war total begeistert. 

In Vienne angekommen, erst mal ein bisschen Musik zur Entspannung: 

Dann eine Band auf einer Bühne: Gut (die Band) aber klein (die Bühne). 

Bis ich's dann gecheckt habe, Magma spielt im Antiken Theater: 

Der Rückweg über die Schweiz war dann unspektakulär. Ein weiteres Schmankerl war dann noch das Stilfser Joch. Gut, das habe ich jetzt auch mal befahren, aber eigentlich haben sich die Monts d' Ardeche bei mir eingegraben.

Diese Tour war ein wirkliches Highlight für dieses Jahr. Die Streckenlänge war ok, 3650 km in 10.5 Tagen entspricht ca. 350km. Mehr würde ich nicht empfehlen, sonst wird's (nach meinem Geschmack) zu stressig. Ich will ja auch was sehen, mal anhalten und schauen. Außerdem gibt es mit dem Laden nach wie vor Verzögerungen. Nicht funktionierende Säulen, Abbrüche, Freischaltprobleme, reduzierte Ladeleistung... 300 km wären noch ein bisschen entspannter. Die nächste Tour werde ich damit planen. 

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